Fin de siècle Wien um 1900

norddeutsche sinfonietta  

Auferstehungskirche Glücksburg
Bahnhofstrasse
24960 Glücksburg

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Event organiser: Förderkreis Glücksburger Konzerte e.V., Am Schloßsee 3, 24960 Glücksburg, Deutschland

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Fin de siècle - Wien um 1900 So., 1. März 2020, 17 Uhr, Glücksburg, Auferstehungskirche
Tenor: Stephan Zelck – Rezitation: Reinhard Salamonsberger – Leitung: Christian Gayed
Die Zeitenwende um das Jahr 1900 markierte bekanntlich in vielfacher Hinsicht eine Zeit des Umbruchs.
In Europa gärte es aller Orten – und ein besonderer Brennpunkt war die K.u.K.-Metropole. In nur 40 Jahren verdoppelte sich Wiens Bevölkerung bis 1910 auf 2 Millionen Einwohner. Die Stadt, grenznah nach Böhmen, Ungarn und Italien gelegen, entwickelte sich zu einem kulturellen Schmelztiegel. Die Wiener Secession um Gustav Klimt und Egon Schiele, die Zweite Wiener Schule um Arnold Schönberg und der literarische Zirkel Jung-Wien um Arthur Schnitzler demonstrierten auf allen künstlerischen Gebieten höchstes avantgardistisches Niveau. In ihrem Programm »Fin du siècle – Wien um 1900« mit Werken der wichtigsten Wiener Komponisten dieser Jahrhundertwende wie Gustav Mahler, Hugo Wolf und Arnold Schönberg spielt die norddeutsche sinfonietta Musik von Vergänglichkeit und Endlichkeit, von Verlust und Schuld, aber auch von Hingabe, Vergebung und Trost und den damit verbundenen menschlichen Dramen. In seinem jugendlichen Meisterwerk »Verklärte Nacht« übertrug Arnold Schönberg 1899 die Prinzipien der sinfonischen Dichtung noch ganz im spätromantischen Duktus auf ein Sextett. Dabei spürte er der sich jeweils verändernden Stimmung der Textvorlage, einem Gedicht von Richard Dehmel, nach: Dort beichtet während eines nächtlichen Spaziergangs eine junge Frau ihrem Begleiter ihre Schwangerschaft – von einem Dritten … 1917 erweiterte Schönberg das Sextett zu einem raffiniert instrumentierten Streichorchesterwerk. Gustav Mahler, später ein guter Freund Schönbergs, schrieb neben Sinfonien vor allem Lieder. Die Texte sind teils altes Volksgut, teils schrieb er sie selbst. Hier werden drei im neuen Gewand für Streichorchester vorgestellt: »Nicht wiedersehen«, »Wo die schönen Trompeten blasen« und »Die zwei blauen Augen«. Ergänzt werden diese durch zwei Lieder von Hugo Wolf: »Verborgenheit« und »Verschwiegene Liebe«. Wolf, nur Monate älter als Mahler, studierte zeitgleich mit diesem bei Robert Fuchs am Wiener Konservatorium. Ein Lied (Text: Matthias Claudius) wurde auch zur Keimzelle von Franz Schuberts Streichquartett mit dem Beinamen »Der Tod und das Mädchen«. Darin geht es um eine Auseinandersetzung der Jugend mit dem Tod – eine Situation, der sich Schubert selbst später stellen musste. In dem Quartett, das eines seiner berühmtesten Werke werden sollte, schrieb er fünf berührende Variationen darüber. Die drei anderen Sätze sind nicht weniger emotional. Für eine Aufführung in Hamburg arrangierte Gustav Mahler 1894 das 70 Jahre zuvor entstandene Quartett für Streichorchester. Reinhard Salamonsberger, Wiener und ehem. Solist am Schl.-Holt. Landestheater, wählt dazu passende Texte aus. Und Schüler der Kieler Hebbelschule erarbeiten zu diesem Programm eigens eine Kunstperformance.

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